Hinter der Kamera
Ich bin in Prag aufgewachsen, kam zum Literaturstudium nach Berlin, und irgendwann gewann die Kamera. Seit mehr als zwanzig Jahren fotografiere ich auf Film, und in den letzten acht Jahren stehen Hochzeiten im Mittelpunkt meiner Arbeit. Film hat mich sehen gelehrt. Noch immer ist er der ehrlichste Weg, den ich kenne, um ein Bild zu machen.
Am glücklichsten bin ich, wenn ich mich so in den Rhythmus eines Hochzeitstags einfüge, dass ich fast verschwinde. Wenn ich nicht arbeite, findet ihr mich meist beim Schwimmen: in Berlins Seen, im Meer, wo immer Wasser ist.
Was meine Arbeitsweise geprägt hat
Vor den Hochzeiten lagen Jahre der Porträtfotografie: zu lernen, mit einem Menschen still zu sein, zu warten und den Ausdruck wahrzunehmen, der entsteht, sobald die Kamera vergessen wird. Diese Langsamkeit steht noch immer im Zentrum meines Fotografierens.
Meine Ausbildung zur Bildredakteurin an der Ostkreuzschule für Fotografie vertiefte einen anderen Instinkt: das Gespür dafür, wie Bilder nebeneinander wirken und warum die Auswahl ebenso zählt wie der Augenblick des Auslösens.
Worauf ich achte
Hochzeiten zeigen Menschen auf eine seltene Weise: nervös, großzügig, witzig, mehr sie selbst als an einem gewöhnlichen Tag. Ich achte darauf, wie Menschen zusammenkommen: Eltern vor der Trauung, Freunde am Rand des Raumes, kleine Gesten, die zeigen, wer zu wem gehört.
Wenn meine Art zu sehen zu dem passt, wie ihr euch an eure Hochzeit erinnern möchtet, erzählt mir gern, was ihr plant.